Der Ständerat hat am Dienstag 29. Mai eine Gesetzesrevision des Gleichstellungsgesetz beschlossen. In Zukunft sind grössere Unternehmen verpflichtet, regelmässig Lohnanalysen durchzuführen und die Ergebnisse den Mitarbeitenden mitzuteilen.
Dies ist erst ein erster Schritt. Die Vorlage wird als nächstes im Nationalrat diskutiert und benötigt auch dort noch viel Informationen, Überzeugungsarbeit und weiterhin öffentlichen Druck.

alliance F engagiert sich für die Lohngleichheit:
Weshalb tun wir das?

Weil der statistisch nicht erklärbare Teil der Ungleichheit immer noch 7,8%beträgt; das sind pro Jahr 7,7 Milliarden Franken. Geld, das die Frauen nicht generieren, aber sehr wohl leisten. 7,7 Milliarden Franken, die in der Haushaltskasse und in den Sozialversicherungen fehlen. Lohnungleichheit prägt auch Lebensläufe, wenn junge Frauen bereits mit 8% weniger Lohn in den Arbeitsprozess einsteigen. Lohngleichheit ist auch deshalb wichtig, weil der Verdienst die Höhe der Altersrente beeinflusst. Es geht uns nicht darum, Frauen gegen Männer auszuspielen, sondern um die wirtschaftliche Selbständigkeit im Erwerbsleben, im Alter und um Unabhängigkeit vom Staat. Darum brauchen wir mehr Transparenz in Lohnfragen, Sensibilisierungsarbeit und griffige Massnahmen zur Durchsetzung der Lohngleichheit. Beide Co-Präsidentinnen von allianceF setzen sich mit hoher Priorität in den parlamentarischen Kommissionen dafür ein.